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 lieben-lernen.ch - das Lexikon

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Abartig :
Dazu steht etwas unter "pervers".

Abbruch :
"Wie lange ist es her, daß ich das letzte Mal meine Tage hatte? Eigentlich müßte ich sie doch schon längst haben. Da stimmt etwas nicht. Ich werd' doch wohl nicht etwa ..." Ein Test bringt Klarheit – mit dem Ergebnis SCHWANGER.
Sich in dieser Situation verantwortungsvoll, gerade auch im Hinblick auf das Lebensrecht des Ungeborenen, zu verhalten, fällt den meisten Mädchen und Frauen überhaupt nicht leicht. Es ist gut und hilfreich, wenn das Mädchen mit ihren Eltern und/oder ihrem Freund darüber reden kann, denn auch sie können eine ganze Menge tun. Sie können das Mädchen unterstützen, indem sie mit ihr gemeinsam alle Schritte überlegen und besprechen, sie zum Arzt und zur Beratungsstelle begleiten und ihre Entscheidung mittragen. Das fällt Jungen, insbesondere dem Vater des Kindes, häufig schwer, aber schließlich sind sie mitverantwortlich, und es geht auch um ihre Zukunft. Manche hingegen drängen ihre Partnerin zu einer Entscheidung. Deshalb ist es für das Mädchen ganz wichtig zu wissen, daß sie sein Einverständnis nicht braucht – weder zum Austragen der Schwangerschaft noch zu einer Abtreibung.
Sie sollte aber wissen, daß eine Abtreibung rechtswidrig ist, aber straffrei bleibt, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden: wenn
* sich das Mädchen in einer dafür anerkannten Beratungsstelle beraten lassen hat, z.B. bei einer kirchlichen Einrichtung oder bei Pro Familia;
* der Eingriff frühestens drei Tage nach der Beratung vorgenommen wird und
* der Eingriff innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis von einer Ärztin/einem Arzt auf Verlangen des Mädchens durchgeführt wird. Die Ärztin/der Arzt, die/der den Abbruch vornimmt, darf weder die Beratung durchführen noch der Stelle angehören, die das Mädchen beraten hat.
Beraterinnen/Berater und Ärztinnen/Ärzte sollen dem Mädchen dabei helfen, sich über ihre ganz persönliche Situation klarzuwerden: im Hinblick auf Zukunftsaussichten und –pläne sowie berufliche und partnerschaftliche Vorstellungen, aber auch im Hinblick darauf, daß das Ungeborene das Recht hat zu leben. Der Staat setzt sich ein für den Schutz des ungeborenen Lebens. Bei der Beratungsstelle erfährt das Mädchen, welche Hilfen und Rechte sie beanspruchen kann, um die Schwangerschaft und das Leben mit dem Kind zu erleichtern. Zwar muß sich letztlich das Mädchen selbst für oder gegen eine Abtreibung entscheiden; dennoch können ihr die Beraterinnen/Berater helfen, einen verantwortlichen und gewissenhaften Entschluß zu fassen.
Entscheidet sich das Mädchen für eine Abtreibung, so bezahlt die Krankenkasse nur dann, wenn sie aus folgenden Gründen vorgenommen wird: weil
* die Schwangerschaft zu Gesundheitsschäden für die werdende Mutter führt (das nennt man medizinische Indikation);
* die Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung entstanden ist (das ist die kriminologische Indikation).
Mädchen und Frauen, die sich aus anderen als diesen Gründen zu einer Abtreibung entschließen und kein oder nur ein geringes Einkommen haben, können die Übernahme der Kosten durch die Sozialhilfe beantragen.
Die Abtreibung ist ein operativer Eingriff und wird entweder unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose vorgenommen. Die gebräuchlichste Methode ist die Absaugung. Dabei erweitert die Ärztin/der Arzt vorsichtig den Gebärmutterhals und entfernt anschließend Fötus und Plazenta. Das dauert etwa fünf bis zehn Minuten. In den folgenden drei Tagen sollte sich das Mädchen ausruhen und schonen. Nach etwa zwei Wochen muß sie zu einer medizinischen Nachuntersuchung gehen.
Gesundheitliche Schwierigkeiten nach dem Eingriff sind sehr selten – am seltensten, wenn er bis zur achten Woche nach der Empfängnis vorgenommen wird. Verläuft der Abbruch normal, sind spätere Schwangerschaften möglich. Bei Kunstfehlern des Arztes aber kann es zur Unfruchtbarkeit kommen.

Abhängigkeit :
Liebe ist ein sehr starkes Gefühl. Man möchte mit dem Menschen, den man liebt, viel Zeit verbringen und ihn nicht verlieren. Das ist völlig normal.
Manche Menschen geben sich in einer Beziehung aber völlig auf und machen nur noch das, was der Partner oder die Partnerin möchte. Sie sind im Denken und Handeln abhängig vom Partner/von der Partnerin. Soweit sollte es nicht kommen, denn eine gleichberechtigte Partnerschaft lebt davon, sich selbst nicht als Person aufzugeben.

Abort :
Lies dazu unter "Fehlgeburt".

Abstinenz :
Das nennt man auch "Enthaltsamkeit".

Abtreibung :
Unter dem Wort "Abtreibung" versteht man Schwangerschaftsabtreibung oder Schwangerschaftsabbruch. Unter dem Stichwort "Abbruch" erhältst Du aber mehr Informationen.

After :
Der After ist die Öffnung des Mastdarms. Er wird medizinisch als Anus und häufig umgangssprachlich als Arschloch bezeichnet.

Aids :
Aids ist die Abkürzung für "Acquired Immune Deficiency Syndrome" und heißt übersetzt: erworbenes Immunschwäche–Syndrom. Aids ist eine Abwehrschwäche, die bestimmte (sogenannte oppurtunistische) Infektionen auslöst. Diese besondere Form der Abwehrschwäche macht den Körper wehrlos gegen viele Keime, die ein gesunder Mensch ohne Probleme abwehrt. Dazu gehören bestimmte Infektionen und/oder Tumore, die schließlich zum Tode führen. Aids wird durch den Krankheitserreger HI–Virus verursacht.
Weitere Informationen – z.B. zur Ansteckung – findest du unter HIV–infiziert.

Aids Hilfe :
Wer wissen möchte, wie man sich vor Aids schützen kann, wer sich Sorgen macht, HIV–positiv zu sein oder wer HIV–infiziert ist und Trost und Hilfe sucht, der kann sich an die Aids–Hilfe wenden.
Diese Organisation ist ein Netzwerk zur Selbsthilfe und solidarischen Hilfe. Neben der individuellen Beratung für Betroffene und deren Angehörige klärt sie bundesweit durch Veranstaltungen oder kostenloses Informationsmaterial auf. Zudem betreuen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ehrenamtlich auch Aids–Kranke und treten für deren Rechte ein. Sie helfen, wenn es um die Organisation der Pflege zu Hause oder um eine Krankenhausunterbringung geht, und sie kümmern sich um Plätze in Pflegeheimen.
Viele Aids–Hilfen bieten Selbsthilfegruppen für HIV–Positive und deren Angehörige an, damit sie mit anderen Betroffenen über ihre Probleme reden können.
Die Telefonnummer des Aids–Hilfe–Beratungstelefons ist 027/946 46 68 - Mail: info@aidsvs.ch.

Aids Test :
Der Begriff "Aids–Test" wird zwar häufig benutzt, ist aber eigentlich falsch. Mit dem gemeinten Test weist man nach, ob man mit HI–Viren infiziert ist oder nicht, und nicht, ob man an Aids erkrankt ist oder erkranken wird. Klick mal "HIV–Test" an, und schon erfährst du mehr über den Test.

Akne :
Fast jeder zweite Jugendliche kämpft mit Akne. Das sind die mehr oder weniger kleinen Pickel auf Gesicht, Brust oder Rücken. Wenn du "Pickel" anklickst, erfährst du dazu mehr.

Analverkehr :
Dabei denken viele gleich an Schwule, die auf diese Art miteinander Sex haben. Ist aber nicht immer so. Denn nicht jeder Schwule praktiziert Analverkehr, und es gibt auch Heterosexuelle, die Analverkehr haben. Manche mögen das, andere ekeln sich davor oder haben keine Lust dazu. Völlig normal, denn nicht jeder mag alles beim Sex. Was man nicht will, muß man auch nicht machen.
Beim Analverkehr wird der Penis in den After der Partnerin oder des Partners eingeführt. Es ist eine Sexualpraktik, die dem Jungen große Vorsicht abverlangt, damit der Darm nicht einreißt, denn der ist längst nicht so dehnbar wie eine Scheide. Meistens wird daher ein Gel oder eine Creme benutzt, um besser hineingleiten zu können. HIV, der Erreger von Aids, kann auch besonders bei ungeschütztem Analverkehr übertragen werden. Von daher ist die Benutzung von Kondomen und wasserlöslichen Gleitmitteln (keine Cremes, kein Massageöl oder Vaseline verwenden) unerläßlich.

Anbaggern :
Ein Wort, das einige etwas witziger finden als "anmachen", das aber dasselbe bedeutet. Am besten gleich anklicken.

Androgynie :
Androgyn ist jemand, bei dem man an dem Äußeren nicht eindeutig das Geschlecht erkennen kann. Diese optischen Wirrungen sind von der Person bewußt gewollt und werden z.B. durch Kleidung, Haarschnitt oder Make–Up betont. Das Verlassen der klassischen Rollenbilder hat aber nichts mit Transsexualität zu tun. Im Gegensatz zum Transsexuellen fühlt sich ein androgyner Mann immer als Mann, eine androgyne Frau immer als Frau. Viele Popstars spielen in der Öffentlichkeit mit ihrem androgynen Aussehen.

Androloge :
Ein Androloge ist ein Männerarzt. Wenn du mehr wissen möchtest, dann versuch es mit der deutschen Bezeichnung.

Anmachen :
Der Typ neben ihr lächelt sie schon die ganze Zeit freundlich an. Dann geht er zu ihr und fragt sie, wie spät es ist ... na ja, sehr erfindungsreich ist er ja nicht gerade. "Du hast doch selber eine Uhr!" Beide lachen. Er entschuldigt sich bei ihr für diese etwas plumpe Anmache und lädt sie zum Eisessen ein. Mit etwas Geschick könnte daraus ein toller Flirt werden – vielleicht ja schon beim Eisschlecken.

Antibabypille :
Mit einer Antibabypille kann das Mädchen verhindern, schwanger zu werden. Sieh mal nach unter der "Pille".

Aufreißen :
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Einer "reißt" den anderen auf, so wie er hektisch den Reißverschluß seiner Sporttasche malträtiert. Oder wie ein Wolf seine erlegte Beute zerrreißt. Dieses Wort hat nichts Liebevolles, Zärtliches. Der andere Mensch wird nicht mehr als Persönlichkeit, als Individuum behandelt, sondern als Opfer. "Aufreißen" ist ein aggressives Wort für Anmache.

Ausfluß :
Zwei Schulbänke weiter vorne, da sitzt Klaus: ziemlich unruhig, ständig in Bewegung, immer wieder greift er sich an den Hodensack. Er macht dabei ein eher gequältes Gesicht. Was soll er auch anderes tun als kratzen, wenn es ständig juckt? Und das, obwohl er sich doch regelmäßig jeden Morgen gründlich wäscht!
Wasser nützt in diesem Fall gar nichts. Denn Klaus hat eine Entzündung am Penis, aus dem eine eitrige Flüssigkeit fließt. Das ist ein deutliches Anzeichen dafür, daß man sich mit einem Erreger infiziert hat und so schnell wie möglich zum Arzt/zur Ärztin – z.B. einem Urologen – gehen sollte. Beim Mädchen ist farb– und geruchloser Ausfluß, der der Reinigung und Befeuchtung der Scheide dient, ganz natürlich. Wenn der Ausfluß allerdings seine Farbe ändert oder übel riecht, kann dies ein Anzeichen für eine Infektion sein und das Mädchen sollte ganz schnell zum Frauenarzt/zur Frauenärztin gehen. Erste Hilfsmaßnahmen, die den Juckreiz lindern, aber nicht die Krankheit heilen: Joghurt – ohne Zucker, Früchte oder andere Zusätze – in die Scheide einführen oder vorsichtig auf die Eichel auftragen. Das erspart aber nicht den Gang zum Arzt/zur Ärztin.

Autoerotik :
Hat nichts mit der Lust am Reparieren von Autos zu tun, aber doch, im weiteren Sinne, mit "Handwerk". Dazu erfährst du mehr unter "Selbstbefriedigung".


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